Löschen, Bergen, Retten, Schützen

Vorgeschichte der Feuerwehren

Schon in der Zeitwende und Übergang frühgeschichtlicher Zivilisation machte sich ein Ordnungs- und Einsatzdienst zur Brandbekämpfung erforderlich.
Leider konnten in der zurückliegenden Zeit keine Gerätschaften, die der Brandbekämpfung im besonderen dienten, aufgefunden werden. Zwischenzeitliche Überlieferungen sind auch nur unzulänglich vorhanden, jedoch Zeichnungen über Brandereignisse stehen als historische Nachweise zur Verfügung.

In der Römischen Republik gab es anfänglich keine Feuerwehr. Die immer weiter auswuchernde Metropole Rom hingegen wurde für verheerende Brände immer anfälliger. Darum wurden von reichen Römern private Feuerwehren gebildet. Als sich zu der Bevölkerungsexplosion auch noch das Problem der von Maklern zur Grundstücksaneignung absichtlich gelegten Brände gesellte, verlangte das römische Volk eine Lösung. Marcus Egnatius Rufus bildete aus eigenen Sklaven eine Feuerwehr und stellte sie bei Brandfällen kostenlos zur Verfügung. Die Bürger waren begeistert und dankten es ihm mit einem blitzartigen politischen Aufstieg.
Augustus wollte verhindern, dass weiter aus der Stadtsicherheit politisches Kapital geschlagen werden konnte. Dazu kam auch noch ein Großbrand im Jahre 23 v. Chr. Als Reaktion bildete Augustus eine Feuerwehr aus 600 Sklaven. Nach einem Großbrand im Jahr 6 v.Chr. erhöhte er die Anzahl der frei gelassenen Sklaven auf 3500.


Schon im 15. und 16. Jahrhundert erfolgte der Übergang von der freiwilligen Verpflichtung zur Pflicht zur Brandbekämpfung. In jedem Haushalt mussten Eimer, Einreißhaken, Patschen und der Brandbekämpfung dienliche Werkzeuge zur Verfügung stehen, die dann bei Erfordernis von den Eigentümern eingesetzt werden mussten. Brandvorkommen hatten zu dieser Zeit verheerende Aus- und Nachwirkungen, wenn Stadtteile und Dörfer einem Brand zum Opfer fielen.